Wegen der Scheu, offen über die Probleme zu reden, spricht man – gerade bei der Belastungsinkontinenz – von dem „heimlichen Leiden“.
In Deutschland haben etwa fünf Millionen Menschen Blasenprobleme, und man geht davon aus, dass diese Anzahl innerhalb der nächsten 15 Jahre massiv steigen wird. Davon leiden zirka 1,2 Millionen Frauen an Belastungsinkontinenz. Aber die Dunkelziffer ist enorm hoch, denn noch immer wird die Erkrankung von der Gesellschaft tabuisiert. Vielen Frauen werden Medikamente verschrieben, doch es gibt auch viel, was Sie selbst tun können, um dem Leiden ein Ende zu setzen. Bei vielen Frauen, die an Belastungsinkontinenz leiden, helfen regelmäßige Beckenbodenübungen. Solche Kurse werden kostengünstig auch von den Krankenkassen angeboten. Des Weiteren fand man nun in einer Studie heraus, dass bei Übergewichtigen meist eine einfache Maßnahme hilft: Abspecken. In einer Untersuchung nahmen 338 übergewichtige Frauen mit Belastungsinkontinenzteil teil. Das erstaunliche Untersuchungsergebnis: Übergewichtige Frau, die innerhalb eines halben Jahres rund 8% ihres Körpergewichts reduzieren konnten, berichteten über einen Rückgang der Harninkontinenz von rund 70%.